Baureihe 130.500  (Typ 1`C -h2)
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Die Preußische Staatsbahn stellte im Jahre 1892 die ersten 1`C - n2 (G 51) Güterzuglokomotiven im Dienst. Mit ähnlichen Abmessungen wie die preußischen Lokomotiven jedoch mit höherem Kesseldruck und besseren Laufeigenschaften entstand ab 1899 auch in Bayern Loks von diesem Typ (C VI, G 3/4 N). Ein unbefriedigendes Laufverhalten der Lokomotiven der Gattung G 51 und G 52 mit vorderer Adamsachse war der Anlass ab 1901 die Gattung G 54 mit Krauss-Helmholtz-Gestell zu liefern. Um die Jahrhundertwende griff man wieder einmal das Projekt einer Universallokomotive auf. Nach den Vorschlägen von Ing. Robert Garbe entstand 1902 bei der Hohenzollern in Düsseldorf die erste Maschine der Gattung P 6. 1919 entstand in Bayern wieder eine 1`C - Güterzuglokomotive der Gattung G 3/4 H. Besondere Kennzeichen dieser Weiterentwicklung der G 3/4 N war neben dem Heißdampf-Triebwerk der höher angeordnete, vergrößerte Kessel, der Speisewasservorwärmer und die Rückkehr zur Adamsachse. Die Maschinen der Gattung G 3/4 H übertrafen ihre Vorgängerinnen in der Leistung und waren auch wesentlich sparsamer im Verbrauch. Die G 3/4 H galt als eine der leistungsfähigsten 1`C - Lokomotiven Europas.
 

1926 entstand die Baureihe 24 die für den Personenzugdienst auf Flachlandstrecken konstruiert worden war. Auf den langen Nebenstrecken Ost- und Westpreußens erhielten sie den Spitznamen "Steppenpferd" und waren beim Bahnpersonal sehr beliebt. Die ersten Loks dieser Baureihe kamen von Linke - Hofmann und Schichau. Bis zum Jahre 1938 folgten weitere Lokomotiven die von mehreren Herstellern geliefert wurden.

Auch in Rumänien waren die Lokomotiven des Typ 1`C sehr beliebt und auch sehr zahlreich, so daß 1935 bei C.F.R. 350 Stück registriert wurden. Diese Lokomotiven sind zwischen 1905 - 1921 gebaut worden und waren für die Beförderung von Personen wie auch für den Gütertransport vorgesehen. Die letzten Loks dieser Type wurden in den `70 Jahre ausmustert und anschließend verschrottet. 

Nach den Typ, Baujahr und Hersteller ergibt sich folgende Einteilung dieser Lokomotiven:

Die Lokomotiven 1001 - 1078 waren die ersten Loks der C.F.R. mit Walschaerts-Steuerung. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von80 Km/h wurden sie auf den Nebenstrecken der Moldavien und der Walachei bis 1937 eingesetzt. Die Loks dieser Reihe wurden den Bw`s: Iasi, Pascani, Adjud, Marasesti, Buzau, Galati, Constanta, Titu, Cimpulung (Muscel) und Bukarest zugeteilt. Sämtliche Untersuchungen und Ausbesserungen dieser Maschinen  wurden in Atelierele Bucuresti Nord, Iasi und Galati durchgeführt. Die letzten Loks dieser Reihe wurden 1940 verschrottet.
 

1409 Jung 1881/1913
1409 Jung 1881/1913

Diese Loks mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 Km/h wurden vor leichten Güterzüge eingesetzt. Sie waren aber auch vor Personenzüge zu sehen. Die Lokomotiven 1351 - 1375 waren die ersten Maschinen der C.F.R. die mit Schmidt-Überhitzer vorgesehen waren.
Diese Loks waren hauptsächlich zu den Bw`s: Iasi, Buzau, Aron Pumnul, Pascani, und Marasesti zugeteilt. Einige wurden auch in Basarabien eingesetzt. Die Ausbesserungen dieser Maschinen wurden in Atelierele Iasi, Galati und UD Resita (1930-32) durchgeführt. Die letzten Loks dieser Reihe wurden 1950 verschrottet.
 
Die Loks 2034 - 2070 wurden mit Schmidt-Überhitzer ausgerüstet. Sie hatten 21 Rauchrohre mit einem Durchmesser von 133 bzw. 125 mm und einer Überhitzeroberfläche von 34,8 m2. Die Loks der Reihe 2001 - 2033 wurden vor Personenzüge bis 1947 eingesetzt, die anderen bis 1960.
 
Die letzten 80 Lokomotiven wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bei Škoda bestellt. Die Loks der Reihe 2034 - 2073 dienten als Vorgabe. Sie hatten Kupfer-Feuerbüchsen, Überhitzer und Kolbenschieber. Die Laufachse lief in einem Bisselgestell und sie waren mit Pécs-Rejtö-Speisewasserreiniger ausgerüstet.
Die Lokomotiven wurden den Bw`s: Iasi, Adjud, Buzau, Giurgiu, Titu, Fetesti und Bucuresti Calatori zugeteilt. Die Ausbesserungen dieser Maschinen wurden in Atelierele Iasi, Galati und Simeria durchgeführt.

Technische Daten:

Kesselüberdruck: 12 at   Kolbenhub 650 mm
Überhitzerheizfläche: 34,8 m2   Achslast max.: 16,4 t
Rostfläche: 2,62 m2   Lokdienstlast: 62,9 t
Länge über Puffer: 17,16 m   Leistung: 1160 PS
Treib- und Kuppelrad - Ø: 1665 mm   Höchstgeschwindigkeit: 90 Km/h
Zylinder - Ø: 520 mm    


In den `70 Jahren waren noch folgende Lokomotiven als Rangierloks im Einsatz:

130.510 Bw Bucuresti Calatori, 1975

Zwei Lokomotiven dieser Baureihe blieben noch erhalten:
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