131 - Baureihe (Typ 1´C1´- t) 
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Nach der Serienreife der 142-Baureihe, die für den Einsatz auf den schwersten Strecken entwickelt wurde, ist der Bedarf einer kleinen und wendigen Lok für die kurzen und kurwenreichen Nebenstrecken der Banater Region deutlicher geworden. Die Loks die hier Dienst leisteten,  waren die MÁV - Lokomotiven der Reihe 375, 376 und 377. Sie waren alt, schwach und konnten aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr mithalten.
Mit einer Achsenlast von 12 t und einen Kessel mit Überhitzer, entstand das Konzept einer Tenderlok die leicht in Kurven mit kleinen Radien eingesetzt werden konnte. Man hat sich für die Achsfolge 1´C1´ entschieden. Ein Drehgestell des Typ Adams (langgespreiztes Drehgestell) sollte der Lok einen ruhiger Lauf in beiden Richtungen ermöglichen . Der erste Prototyp mit der Fabriknummer 513 hat 1939 das Maschienenbauwerk (UDR) in Resita verlassen. Da die Ergebnisse der Erprobung (durch eine Dampfüberhitzung von über 400°C) voll und ganz den Erwartungen entsprach, wurden in der Zeit zwischen 1940-1942 weitere 66 Lokomotiven dieser Baureihe, mit den Werksnummer 553 bis 618 gebaut.


Kuppelräder Ø : 1.200 mm 
Laufräder Ø : 950 mm  
Zylinder Ø : 420 mm 
Gewicht (Betrieb): 61,6 t 
Gewicht (Leer): 48,5 t 
Länge über Puffer: 11.870 mm 
Verdampfungsheizfläche: 87,3 m2 
Überhitzerheizfläche: 33,6 m2 
Leistung: 632 PS 
Höchstgeschwindigkeit: 65 Km/h
131.001 - Skizze

Ab 1953, als die Reparaturen in den Werkstätten von Arad begannen, ist auch die doppelte Feuerung eingesetzt worden. Die Ölbehälter wurden oberhalb der  Wasserkästen verbaut, und die Kohle wurde in einem Bunker hinter dem Führerhaus mitgeführt. Die Loks der MÁV Reihe 375 konnten einen Zug mit 350 t auf einer Steigung von 10 ‰ mit einer Geschwindigkeit von 25 Km/h befördern. Die Loks der 131-Baureihe konnten unter den gleichen Bedingungen einen Zug von 455 t befördern. (Die o.g. Zahlen stammen aus dem Erprobungs- und Vergleichsstandard für Dampflokomotiven.)

Die Loks dieser Baureihe sind zu den Bw Arad, Timisoara und Caransebes zugeteilt worden und bis 1975-76 eingesetzt als sie von der Dieseltraktion abgelöst wurden. Ab 1980 sind die Loks verschrottet worden, die letzten 1988. Einige Loks die in gutem Zustand und wirtschaftlich waren, sind an verschiedene Betriebe gegeben worden wo sie auch noch heute funktionieren: Einige Loks sind als Museumsloks erhalten geblieben: Die Heißdampf-Zwillings-Tenderlokomotiven der 131-Baureihe sind eine Besonderheit, da sie vollständig von rumänischen Spezialisten entwickelt und gebaut wurden. Sie besaßen Heusinger-Steuerung.

Die Lok 131.040 mit der Fabrikations-Nr. 591/1941 hat 1.097.974 Km zurückgelegt. Das ist 2,7 mal die Entfernung Erde-Mond.
Auf dieser Lokomotive arbeiteten 318 Lokführer und 367 Heizer.


131.003 - Lokomotivenmuseum in Resita
131.042 - als provisorische Heizanlage - APEMIN Buzias
131.003 - Lokomotivenmuseum in Resita
131.042 - als provisorische Heizanlage - APEMIN Buzias

131.060  mit einem Personenzug bei Arad
131.060  mit einem Personenzug bei Arad
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