Baureihe 150.000  (Typ 1`E -h2)
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Die 150-Baureihe wurde zwischen 1946-1960 von UD Resita gebaut. Uzinele 23 August in Bukarest beteiligten sich auch bei den Bau dieser Lokomotiven (1946-1949). Diese Baureihe war die modernste Güterzugreihe der C.F.R. Die Umlaufbleche in voller Länge und die alten großen Wagner-Windleitbleche sowie der Speisedom sind Merkmale der Praxis der ehemaligen DRG (Baureihe 50). Die rumänischen Konstrukteure bauten sie originalgetreu nach. Die C.F.R. - Maschinen waren für die doppelte Feuerung (Kohle und Öl) ausgelegt und hatten völlig geschlossene Führerhäuser mit elektrischer Beleuchtung (24 V von einem 500 W Dampfgenerator).
 
Lok 150.167 (Resita 1956) vor einem Personenzug auf der Strecke Oradea - Cluj
Lok 150.167 (Resita 1956) vor einem Personenzug auf der Strecke Oradea - Cluj


Technische Daten:

Bauart:
1`E - h2
Verdampfungsheizfläche:
177,83 m2
Treib- und Kuppelrad - ø:
1400 mm
Überhitzerheizfläche:
68,94 m2
Laufrad - ø:
850 mm
Zylinder - ø:
600 mm
Länge über Puffer:
22940 mm
Kolbenhub:
660 mm
Höchstgeschwindigkeit:
80 Km/h
Achslast max.:
15,2 Mp
Leistung:
1625 PSI
Lokdienstlast:
86,9 Mp
Kesselüberdruck:
16 kp/cm2
Lokreibungslast:
75,3 Mp
Rostfläche:
3,89 m2
Erstes Baujahr:
1939


Auch Lokomotiven der Baureihe 52 (Kriegslokomotiven) kamen nach Rumänien während des Zweiten Weltkrieges als Rumänien einer der Verbündeten des Dritten Reiches war (100 Stück 1`E-h2). Weitere 23 Lokomotiven ließen die deutschen Verbände der Wehrmacht 1944 beim Rückzug aus Rumänien zurück. Die Baureihe 52 entstand 1942 als vereinfachte Variante der Baureihe 50. Auf allen entbehrlichen Akcesoirs wurde verzichtet und die Konstruktion auf die einfachsten Fertigungsmöglichkeiten zugeschnitten. Jedes Maschinenbauwerk des Dritten Reiches sollte in der Lage sein diese Lokomotive für den Front herzustellen. Billige Materialien wurden verwendet da man damit rechnete, daß die Lokomotive nach einigen Fahrten an der Front, wegen schewren Schäden sowieso ausgemustert wird (Wegwerflokomotive). Diese Lokomotiven waren für den Material- und Truppentransport zu den verschiedenen Kriegsschauplätzen vorgesehen. In nahezu allen Lokomotivfabriken des Dritten Reiches wurde die Baureihe 52 gebaut und in Spitzenzeiten erreichte die Produktion eine Stückzahl von mehreren hundert Fahrzeugen pro Woche.

150.1090 gebaut von Henschel & Sohn 1944 mit der Fabriknummer 28099
150.1090 gebaut von Henschel & Sohn 1944 mit der Fabriknummer 28099

Die Loks hatten: Heusinger-Steuerung, Schmidt-Überhitzer, Wasserreiniger vom Typ Fritz-Wagner, Speisewasserpumpe vom Typ Friedmann und automatische Knorr Bremse. Damit die Loks auch in Kurven mit einem Radius von weniger als 150 m fahren konnten, wurde das Laufrad mit das erste Kuppelrad in einem Drehgestell vom Typ Krauss-Helmholtz verbunden. Dank der niedrigen Achslast von 15,2 Mp konnten sie auch auf Nebenstrecken eingesetzt werden. Am Ende der Dampflokzeit sind sie zur Universalgattung geworden. In September 1955 lieferte das Maschinenbauwerk in Resita die Lok 150.105 - das war die 1.000 Lokomotive die von Resita zwischen 1925 -1955 kam. Die 150.282 war die letzte Dampflokomotive die in Rumänien gebaut wurde.

All die nach dem 1.8.1959 gebauten Lokomotiven, hatten zahlreiche Verbesserungen. Unter anderen: Vorwärmung des Speisewassers durch zwei Zirkulationsleitungen wie auch einen doppelten Auspuffkopf (Schornstein) vom Typ Kylschap, der den Saugzug der Maschine deutlich verbesserte. Mit diesen Änderungen konnte eine Leistungssteigerung von 3-5 % im Teillastbetrieb und 15-20 % im Vollastbetrieb erreicht werden. 

Trotz all diesen Veränderungen die die letzten Dampflokomotiven Rumäniens eine Verbesserung verleihen sollten, wurde der Dampfbetrieb von effektiveren Traktionssystemen ersetzt.

Ab 1959 kamen die D-Lokomotiven DA 060 (hergestellt unter Schulzer-Lizenz) und später ab 1965 die E-Lokomotiven EA 060 (hergestellt unter Asea-Lizenz) zum Einsatz.

Einteilung der Lokomotiven nach Seriennummern und Hersteller:

150.001 - 150.282
UD Resita und Uzinele 23 August in Bukarest (einige Loks sind ex DR Reihe 50, vermutlich 150.051 - 150.080)
150.1001 - 150.1020
Wiener Lokomotivfabrik - AG, Floridsdorf
150.1021 - 150.1030
Berliner Maschinenbau AG, ehemals L. Schwartzkopff
150.1031 - 150.1043
MBA Berlin (Maschinenbau und Bahnbedarf AG)
150.1044 - 150.1060
Škoda - Werke, Plzen
150.1061 - 150.1100
Henschel & Sohn, Kassel
150.1101 - 150.1123
Loks der Baureihe 52, die 1944 in Rumänien zurückblieben
150.1201 - 150.1202
Loks der Baureihe 42, die 1944 in Rumänien zurückblieben - eine davon ist vermutlich 42.1385
150.1301 - 150.1303
Loks der Baureihe 44 die 1944 in Rumänien zurückblieben - eine davon ist vermutlich 44.545 (1`E-h3)
150.901 - 150.904
Loks der PKP (Polnische Staatsbahn). Diese Maschinen kamen 1939 nach Rumänien als polnische Truppen vor den Deutschen und vor den Russen fliehen mußten.
150.951 - 150.952
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen 2 Lokomotiven der Baureihe CO(SO) mit der Spur von 1524 mm nach Rumänien. Sie bekamen die C.F.R. Nr. 150.951 - 952 und waren vom Typ 1`E - h2. Die ersten Lokomotiven dieser Baureihe wurden 1934 in Charkow gebaut. Die erste Lok dieser Baureihe bekam der Spitzname Sergo Ordjonikidze.


 Vorhandene Lokomotiven in Rumänien
 

a) Betriebsfähige Lokomotiven:
 

150.025 -  Fabriknummer 710, Baujahr 1950, Hersteller UD Resita, Standort Bw Ploiesti. Am 20-21.07.1998 hatte die Maschine ihre Lastprobe nach der Restauration problemlos überstanden. Die Lok wird zu verschiedenen Anlässen eingesetzt, so auch am 26.06.1999 zur 120-Jahresfeier der Strecke Ploiesti - Brasov, die erste transkarpatische Bahnstrecke Rumänien`s. 150.025 ist mit anderen Lokomotiven (230.224, 230.299, 230.098, 231.065 und LDM 20.020) in den französischen Film "Train de vie" zu bewundern. 150.025 im Bahnhof Sinaia
 
150.025 im Bahnhof Sinaia
   
   
150.025 - bei einer Sonderfahrt 150.025 - bei einer Sonderfahrt
150.025 - bei einer Sonderfahrt
Foto Jaroslav Jaburek
150.025 - bei einer Sonderfahrt
Foto Jaroslav Jaburek

150.1105 - (ex 52.196), von Bw Suceava Nord. Die Lok kam 1951 als Kriegsentschädigung zu C.F.R. Die Lok wurde 1943 von der Berliner Maschinenbau AG (ehemals L. Schwartzkopff) mit der Fabriknummer 12201 gebaut. Die Maschine wurde in Julie 1993 vom  Bw Jibou restauriert, und wird zur verschiedenen Anlässen eingesetzt, so auch am 18.10.1997 bei der 100-Jahresfeier der Strecke Ciceu - Ghimes.
 

150.1105 - Lokomotivenmuseum in Sibiu
150.1105 - Lokomotivenmuseum in Sibiu

b)Nichtbetriebsfähige Lokomotiven:

150.038 - als Museumslok erhalten, Standort Lokomotivenmuseum in Resita, gebaut von UD Resita mit der Fabriknummer 723, Baujahr 1954/55.

150.038 - Lokomotivenmuseum in Resita
150.038 Lokomotivenmuseum in Resita

150.105 - restauriert und gepflegt von Bw Dej, wurde 1955 gebaut (Kessel 1176, Frem 2166). Diese Lok hat einen historischen Wert, da sie die 1.000 Lok ist die von Resita gebaut wurde.

150.138 - zuhause in CS Otelul Rosu, gebaut 1956/57 von Resita.

150.1031 - gebaut 1943 von Maschinenbau und Bahnbedarf AG in Berlin, mit der Fabriknummer 13884. Die Aufnahme wurde im Sommer 1998 in Bw Lugoj gemacht.

150.1031 in Bw Lugoj
150.1031 Bw Lugoj

150.1078 - gebaut in 1943 von Henschel & Sohn, mit der Fabriknummer 28087, Standort Bw Oravita.

150.1088 - gebaut in 1944 von Henschel & Sohn, mit der Fabriknummer 28097, Standort Bw Oravita.

150.1090 - gebaut in 1944 von Henschel & Sohn, mit der Fabriknummer 28099.

 
150.1103 - gebaut in 1943 von Wiener Lokomotivfabrik AG, Floridsdorf, mit der Fabriknummer 16146, Standort Bw Oravita.
 
150.1114 - gebaut von Wiener Lokomotivfabrik AG, Floridsdorf, mit der Fabriknummer 3316, Standort Bw Tirgu Mures.
    
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