Baureihe 324 (Typ 1`C1`)

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Von Ungarn kamen zu C.F.R. 64 verschiedene Baureihen, davon 12 Baureihen für Schmalspur- bahnen. Die meisten dieser Lokomotiven (79%) wurden in Budapest gebaut. Dabei waren auch 297 Zwillings-1`C1`- Maschinen die MÁV an Rumänien abgeben mußte. Auch Jugoslawien und die Tschechoslowakei bekamen nach dem Zweiten Weltkrieg Lokomotiven dieser Baureihe von Ungarn.

 Lok 324.985 im Bahnhof Oradea 

Lok 324.985  im Bahnhof Oradea 

Die Lok hatte Pécs-Rejtö-Wasserreiniger, Brotankessel und die weitverbreitete Kohle– und Ölfeuerung.

Lok 324.786 in Kapuvár mit einem Zug nach Sopron
Lok 324.786 in Kapuvár  mit einem Zug nach Sopron
Die Lok hatte auch Brotankessel jedoch keinen Speisewasserreiniger

Einteilung der 324-Baureihen
Die Baureihe 324, gebaut für Personen- und Güterzüge auf den Nebenstrecken, wurden in drei Varianten konstruiert:

¨ 324.001 – 324.355 waren Zwei-Zylinder-Verbundmaschinen mit normalem Kessel.

¨ 324.401 – 324.543 waren Heißdampf-Zwillingsmaschinen mit normalem Kessel.

¨ 324.544 – 324.993 waren Heißdampf-Zwillingsmaschinen mit Brotankessel.

Aus dieser sehr umfangreichen Serie sind nur folgende Loks (in Rumänien) erhalten geblieben: 324.1020 in Bw Ploiesti, 324.951 in Bw Sibiu und 324.993 in der Zuckerfabrik in Timisoara.

Lok 324.1020 (109)/Budapest 2541/1911   

  
Lok 324.1020 (109)/Budapest 2541/1911 zu Hause in Bw Ploiesti wurde (30.10 - 03.11.94) in Bahnhof Baneasa ausgestellt. Anlaß war die 125-Jahrfeier des Bahnhofs Bucuresti Baneasa.

 
Lok 324.951/Budapest 4074/1917
  

  

Lok 324.951/Budapest 4074/1917 wurde bis 1978 als Rangierlok in Mirsa (Racovita) im Kreis Sibiu eingesetzt. Nachdem sie 15 Jahre verlassen und fast halb im Boden eingegraben war, wurde sie (1993) mit Hilfe von 2 LDE mit 2100 PS (DA 1194 und 1358) rausgezogen und dem Bw Sibiu für die Restaurierung übergeben worden. Die Lok befand sich trotzdem in einem guten Zustand und was sehr wichtig ist, es fehlten keine Teile.

 
Lok 324.993 in der Zuckerfabrik in Timisoara
  

  

  
Lok 324.993 in der Zuckerfabrik in Timisoara.


Die 324-Baureihe war im leichten Güter- und Reiseverkehr anzutreffen. Rund 1000 Exemplare wurden ab 1909 von der Maschinenfabrik der MÁV gebaut. der Kuppelraddurchmesser beträgt 1440 mm, die Höchstgeschwindigkeit 75 km/h. Bei einer Leistung von 880 kW zeichneten sich die universell einsetzbaren zweizylindrigen Maschinen durch bemerkenswert ruhigen Lauf aus. Der Typ war so zuverläßig, daß die Ungarische Staatsbahn trotz seines Alters von über 70 Jahre nicht auf ihn verzichten wollte.

Der Zug "Marinica"

Die Lok 324.xxx war in der Banater Gegend vor einem Zug gesetzt der bei der Bevölkerung unter den Namen "Marinica" bekannt war. Dieser Spitzname wurde ihn wegen seiner langsamen und unpünktlichen Fahrt verpaßt. Der "Marinica" brauchte ganze 22 Stunden und 30 Minuten um seine gesamte Strecke von 328 km zurückzulegen. Auf der Fahrt wurde die Lok in Knotenpunkten vom Zug abgekoppelt und zu Rangierarbeiten "mißbraucht", daher auch seine Unpünktlichkeit.
 

 
In der Haltestelle Riul Vadului, im Norden von Brezoi, war 1989 noch ein Lokomotivenfriedhof mit 18 Loks der Ex- MÁV vorhanden (Baureihen: 324, 326, 327, 375 und 376). 
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