Nr. 43 "Calugareni"  (Typ 1`B)
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Nach langen Verhandlungen haben die Engländer J.T.Barkley und J. Staniforth am 1/13.9.1865 den Auftrag erhalten eine Eisenbahnstrecke zwischen Bucuresti (Filaret) – Giurgiu zu bauen. 1867 begannen die Arbeiten an beiden Seiten. Ein Jahr später kamen in Giurgiu die ersten beiden Lokomotiven "Subaru" und "Giurgiu" die für die Arbeitszüge vorgesehen waren an. Am 17.6.1869 wurde das Gesetz für die Inbetriebnahme der Strecke Bucuresti – Giurgiu (67,171 Km) und die Verlängerung der Strecke bis Smarda (2,651 Km) erlassen.
Die Eröffnung fand am 19/31.10.1869 statt mit 3 Wagen (einer der I . Klasse, einer der II . Klasse und einer der III . Klasse) mit ca. 100 Plätze und mit einer Länge von nur 37 m. Als Gäste waren Minister, Diplomaten, hohe Beamte und einige Kaufleute eingeladen. Mit einem Horn gab
man das Abfahrtsignal und der Festzug "Michaiu Bravul" fuhr von Filaret um 10:45 ab. Lokführer war Sir John Trevor Barkley. Dieser Zug
ist um 12:15 in Giurgiu angekommen und fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,8 Km/h. Ein Aufenthalt wurde in Comana für Wasser auftanken gemacht. Ein zweiter Zug ist etwas später abgefahren mit einem rumänischen Lokführer. Auf dieser Strecke gab es
folgende Haltestellen: Filaret, Jilava, Comana, Baneasa, Fratesti und Giurgiu. Sicherheitshalber wurde nachts nicht gefahren und die Haltestellen schlossen schon um 19 Uhr. Bei der Eröffnung der Strecke waren 9 Lokomotiven vorhanden – alle wurden in England gebaut:
1882 wurde eine Umbennenung der Lokomotiven vorgenommen. Die 5 Lokomotiven des Typ 1`B haben bei der C.F.R. die Nummer 40-44 bekommen  und wurden wie folgt benannt: (Nr. 40 Topolnita, Nr. 41 Bratesiul, Nr. 42 Resboieni, Nr. 43 Calugareni und Nr. 44 Michaiu Bravul).

Diese Lokomotiven waren noch bis 1906, als Rangierloks oder vor leichten Züge auf Nebenstrecken, im Einsatz. Die Lok Nr. 43 "Calugareni" mit der Werksnummer 233/1869 ist die älteste Dampflok in Rumänien. Die "Calugareni" hat ihr Dienst auf der Strecke Filaret – Giurgiu vor Personen– und Güterzüge gemacht. Dem Generalinspektor Ing. Theodor Balt (1880-1965) ist zu Verdanken, daß ab 1924 einige Loko-
motiven für den ersten C.F.R. Museum gerettet wurden dessen Eröffnung 1939 war.
Anlaß war die große Eisenbahnfeier "Ceferiada" 1869-1939.

Die "Calugareni" ist die einzige Lok aus dem alten Eisenbahnmuseum die den Bombenangriff vom 04.04.1944 überlebt hat.

Lok 43 - C.F.R. Museum in Bukarest
Lok 43 - C.F.R. Museum in Bukarest
C.F.R. Museum - in Bukarest

Für die "Ceferiada" wurde "Calugareni" wieder betriebsfähig gemacht und sie nahm zusammen  mit 3 historischen Wagen (die nach Originalzeichnungen nachgebaut wurden), an der Parade teil. 1969 für die 100 Jahr Feier der Strecke Bucuresti – Giurgiu fuhr sie wieder
mit 3 Wagen die in Pascani nachgebaut wurden. Die "Calugareni" fand zusammen mit ihrer historischer Zusammensetzung am Gleis 14
in Gara de Nord in Bukarest ihr Zuhause. Im Jahre 1990 wurde das gesammte Gespann wegen Bauarbeiten an der U-Bahn in einer Halle
im Hof des C.F.R. Museum verlegt.
 
 

Lok 43 - am 17.3.1994

   Am 17.3.1994 um 13:30 nach einer langen Pause wurde die Lok und auch die Wagen wieder auf die Schiene gebracht. In Bucuresti Calatori wurde "Calugareni" auf einem spezial Waggon gebracht und der Zug nahm Richtung "Remarul" Cluj. Restauriert und betriebsfähig mit den dazugehörigen Wagen verlief die Probefahrt in September 1994 problemlos.  
Für die 125 Jahr Feier dieser Strecke fuhr sie wieder mit der historischen Komposition und hoffentlich nicht für das letze Mal.
 
Lok 43 - Calugareni
Einige technische Daten dieser Lokomotive:
 
 
Durchmesser der Antriebsräder 1685 mm
Laufrad 1075 mm
Höchstgeschwindigkeit 83 Km/h
Leistung 454 PS
Gesamtlänge mit Tender 1360 mm
 
 
 
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