50 - Baureihe (Typ E) 
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Die 50.000 -Baureihe wurde für den schweren Gütertransport entwickelt und für die doppelte Feuerung ausgelegt. Die ersten Lokomotiven kamen 1919-1920 von KKStB (Österreichische Staatsbahn bis 1918) mit den Nr. 80.2986 und 80.2987. Diese 2 und die folgenden 8 Loks die 1920 kamen, haben bei der C.F.R. die Bezeichnung 5001-5010 bekommen. Ab 1920 bekamen sie die Nr. 50.001-50.010. Dieser Lok-Typ (Österreichischer Typ 80) wurde von Ing. Karl Gölsdorf, für die schwere Strecke zwischen Oravita und Anina entwickelt, wo immer spezielle Loks eingesetzt waren. Damit die Lok Kurven mit kleinen Radien befahren kann, waren einige Konstruktionskompromisse erforderlich: Axialspiel an den Achsen 1, 3 und 5, wie auch der Versatz des Kreuzkopf weit nach hinten, sollten der Lok diese Eigenschaft verleihen. Da die Loks sowieso keine Schleppachsen hatten, fuhren sie auf geraden sehr unruhig. Um dieses Verhalten ein wenig zu verbessern wurde auf den Achsialspiel der 5. Achse verzichtet. Die 50.000 - Baureihe wurde ab 1956 auf der Strecke Oravita - Anina eingesetzt. Sie konnten ein Zug mit einem Gewicht von 235 t in Richtung Anina (559 MüM) befördern und ein Zug mit 850 t (bergab) in Richtung Oravita (220 MüM). Die einzige erhaltene Lok die hier im Einsatz war die 50.065 (Bw Oravita) wurde restauriert und betriebsfähig in Cluj gemacht. Die Strecke Oravita - Bazias mit der Verlängerung Oravita - Anina wurde bekannt unter den Namen "Kohlenbahn". Die Strecke Oravita - Bazias (62,5 Km) wurde am 20.08.1854 dem Bahnverkehr freigegeben und die Erweiterung der Strecke Oravita - Anina (33,4 Km) wurde am 15.12.1863 erschlossen.
Die Loks die auf dieser Strecke im Einsatz waren sind in der folgende Tabelle aufgeführt:

Technischen Daten der Kohlenbahn-Lokomotiven (Oravita-Anina)

Als Nachbau der KPEG-Gattung G 10, war sie  zahlenmäßig die größte Lokomotivenreihe der für C.F.R. je gebaut wurde . Die meisten Lokomotiven wurden zwischen 1921 und 1943 von deutschen und rumänischen Ingenieure neu gebaut. Einige davon wurden sogar von der  DRG (dortige BR 57) übernommen. Die Kessel waren mit jenen der preußischen P8 austauschbar. Am 10.06.1926 wurde die Lok 50.243 (genannt Regele Ferdinand I) fertiggestellt - die erste Lok dieser Baureihe die Resita für C.F.R. gebaut hat.

50.243 - genannt König Ferdinand I

Ab 1928 wurde diese Baureihe auch von Uzinele Malaxa in Bukarest hergestellt.  Das erste Exemplar dieser Reihe verließ das Werksgelände mit der Nummer 50.340 (genannt Regele Mihai I ). Zwischen 1926-1944 bauten Resita und Malaxa insgesamt 520 Stück (C.F.R. 50.243-50.252, 50.301-50.389, 50.470-50.883, 50.1001-50.1010). Resita beteiligte sich an der Gesamtstückzahl mit 266 Exemplaren und Malaxa mit 254. Mit den 285 Lokomotiven aus dem Ausland (St.E.G. Wien, Reinmetall, Orenstein Koppel Berlin, Henschel & Sohn Kassel, Egersdorf Hannover, Hanomag Hannover, etc.) waren es insgesamt 805 Lokomotiven. Die letzten Lokomotiven dieser Baureihe (50.1001-50-1010) die während des zweiten Weltkrieges gebaut wurden erhielten Lenz Ventile.

Technische Daten:

Technische Daten
   

50.025 - Lokomotivenmuseum in Resita  50.625 - Combinatul de prelucrarea lemnului Blaj
  50.025 - Lokomotivenmuseum in Resita          50.625 - "Combinatul de prelucrarea lemnului Blaj"

Lok 50.451 - Foto Jaroslav Jaburek Lok 50.234
Lok 50.451 - Foto Jaroslav Jaburek
Lok 50.234
   
   
Lok 50.603 - Bukarest Juni 1995
Lok 50.722
Lok 50.603 - Bukarest Juni 1995
Lok 50.722

Die Lok 50.065 nahm am 10.05.94 an einer Sonderfahrt von Oravita nach Anina teil. Sie wurde von Bw Timisoara (Datum noch unbekannt) restauriert und inbetriebgenommen. Die Bewohner von Anina waren sehr erfreut nach 15 Jahre wieder eine Dampflokomotive zu sehen.

Ein Teil dieser Lokomotiven wurden für die Spur von 1524 mm umgebaut und wurden eingesetzt im Grenzbereich zu Rußland. Folgende Loks dieser Baureihe wurden zwischen 1976 und 1979 verschrottet.

Bw Galati 50.001, 002, 013, 029, 037.
Bw Iasi 50.003, 036, 048.
Bw Dornesti 50.018, 019.
Bw Sighet 50.043.
Bw Suceava Nord 50.055.

Die 50.440 hatte die frühere Version des Kessels mit einem Dampfdom und einem Sandkasten, war aber von der C.F.R. mit Pécs Rejtö-Wasserreiniger nachgerüstet. Die meisten Lokomotiven hatten Schmidt-Überhitzer, Wasserreiniger Fritz-Wagner, Bremse Westinghause, und pneumatischer Sandstrahler. Der rumänische Staat zahlte für eine aus dem Ausland eingekaufte Lok dieser Baureihe einen Preis von DM 2.326.500, (801.917-850.531 FF, oder 34.226 $).
C.F.R. beschaffte diese Loks von Malaxa oder Resita für einen Preis von 6.290.000 lei/Stück.
 

50.440 - Im Bahnhof Sighisoara (1988)
 50.440 - Im Bahnhof Sighisoara (1988)

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